Für den Ausbau der Fahrradspur am Wandsewanderweg ...

… statt Umwandlung der Walddörferstraße in eine Fahrradstraße


Anhörung war ein voller Erfolg!

Mit eigenen Anzeigen, Plakaten und Flyern sorgten wir dafür, dass der Wandsbeker Bürgersaal am 25.04.2016 mit über 250 Personen bis zum letzten Platz gefüllt war.

Dann ging es zur Sache: Der Vertreter der ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung stellte das „Konzept einer Fahrradstraße auf einem Teilstück der Walddörferstraße“ vor. Er verwies dabei auch auf die Alternativ-Korridore Friedrich-Ebert-Damm sowie den von uns präferierten Wandsewanderweg. Mit den Entscheidungsgründen für die Walddörferstraße konnte er aber weder das Publikum noch die meisten Interessenvertreter auf dem Podium überzeugen.

Schon früh kamen kritische Fragen auf – auch, weil die ARGUS nach sechs Monaten Planungszeit noch immer keine konkreten Verkehrszahlen und Kostenaufstellungen vorweisen konnte. Das Bezirksamt verwies darauf, dass es sich bisher lediglich um einen Entwurf handelt und das Konzept subjektiv ist.

Herr Pohlmeyer, Vertreter der Behörde für Inneres, machte daraufhin sehr deutlich, dass es sich nur um ein Strategiepapier handeln kann. Denn rechtlich erfüllt die Walddörferstraße schon aufgrund ihres Verkehrsaufkommens gar nicht die Vorgaben für eine Fahrradstraße. Auch die erfolgreiche Einrichtung der Buslinie 116  spricht gegen die Umwandlung in eine Fahrradstraße.

Zudem hält die Handelskammer die Umwandlung ebenfalls für keine gute Idee. So ist der Teilabschnitt kein reines Wohn-, sondern ein Mischgebiet mit rund 250 Gewerbebetrieben, die für Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten gut erreichbar bleiben müssen.

Am Ende einer langen Diskussion musste sogar Frau Pfaue, die Radverkehrskoordinatorin einräumen, dass das ARGUS Konzept – das bisher 50.000 € Steuergelder verschlang – nicht stimmig ist und gründlich überdacht werden muss. Die IG Walddörferstrasse ist mit dem Anhörungsergebnis sehr zufrieden und bedankt sich ganz herzlich bei allen Unterstützern!



Der falsche Weg

An der Walddörferstraße und in ihren Hinterhöfen befindet sich bereits seit vielen Jahrzehnten eine Vielzahl traditioneller  Gewerbebetriebe, in dem heute über 160 Gewerbetreibende und ihre Mitarbeiter  im Einklang mit den Anwohnern  und Gegebenheiten arbeiten. Die geplante Umwandlung der Walddörferstraße zu einer   Fahrradstraße gefährdet nun die Existenz vieler unserer alteingesessenen Gewerbebetriebe. Unsere Grundstücke müssen weiter gut erreichbar sein – und die Buslinien 116 und Metro 8 erhalten bleiben!

Der richtige Weg

Als Initiative der Gewerbetreibenden in der Walddörferstraße möchten wir den verantwortlichen Verkehrsplanern eine

gute und naheliegende Alternative für einen fließenden Fahrradverkehr zwischen Bahnhof Farmsen und Bahnhof Friedrichsberg vorschlagen: Der bereits im 19. Jahrhundert als Verkehrsweg geplante Wandsewanderweg für Fahrradfahrer und Fußgänger sollte ausgebaut werden, so dass in der Walddörferstraße der dringend erforderliche, ungehinderte Durchgangs-verkehr erhalten bleibt.



Nachhaltigkeit und Stadtplanung im Radverkehr. Hamburg wächst. Damit langfristig Gewerbe und Radverkehr bestehen können, darf die Walddörferstraße nicht zur Fahrradschnellstrasse umgewandelt werden. Dieser Plan hilft weder dem Gewerbe, die Ihre Grundstücke mit KfZ und LKW anfahren müssen, noch dem Radverkehr!

Ein wirklicher Schutz für die Radfahrer wird durch diese Planung nicht erreicht. Eine Umwandlung des Stadtbildes nach dem Vorbild Amsterdams und Kopenhagens darf in diesem Teilabschnitt nicht durchgeführt werden. Wir lehnen die Einrichtung einer beidseitigen Sackgasse für Autofahrer ab. Die Einrichtung eines Fahrradkorridores durch Wandsbek für Fahrräder ist sinnvoll. Dabei unterstützen wir  die vor 90 Jahren von Fritz Schumacher vorgeschlagene Route am Wandsewanderweg.

Dieser verläuft parallel zur Walddörferstraße und es ist ausreichend Platz vorhanden, um ihn zu einem der schnellsten, sichersten und schönsten Fahrradwege Hamburgs zu machen!